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Taufreise der Mein Schiff 2

Aktualisiert: Juni 29


Die Mein Schiff 2


Nachdem unsere erste mitgemachte Taufe der Mein Schiff 1 im Mai 2018 so ein unvergessliches Erlebnis war, bestand für uns kein Zweifel, dass wir bei der nächsten Schiffstaufe wieder dabei sein möchten. Allerdings haben wir uns dann doch ein wenig schwer getan, gleich zum Buchungsstart zu buchen. Zum einen ist eine 13tägige Reise komplett neu für uns gewesen ( bis jetzt war es nicht länger als 11 Tage ), und für eine Taufe sowieso, und zum anderen konnten wir uns auch erst gar nicht so recht mit der Jahreszeit anfreunden.

Die Reise startete in Bremerhaven, Anfang Februar, und von dort nach zwei Seetagen durch die Biscaya… da hat man schon ein wenig Respekt.

Schließlich haben wir es doch gewagt - da waren die Junior Suiten schon alle vergeben und wir wollten es mit einer Balkonkabine versuchen. Allerdings haben wir dann die sogenannte GANZ GROßE FREIHEIT dazu gebucht und was das ist, erkläre ich im Laufe des Berichtes.


Anfahrt: Für uns Bremer fast ein Heimspiel, da die Route ab Bremerhaven losging. Das erste Mal für uns und es blieb die Überlegung, wie wir dann von Hannover (Rückflug ging dorthin) zum Auto kommen sollten. Aber, zum Glück ist das Töchterchen jetzt 18 und brachte uns sowohl nach Bremerhaven, als dass sie uns auch vom Flughafen in Hannover abholte.

Check in: Definitiv verbesserungswürdig! Zumindest, was das Handling im Terminal/Wartebereich betrifft. Kofferabgabe ging ruckzuck, aber im Terminal selbst war es sehr unübersichtlich. Die Schalter waren noch nicht geöffnet und man konnte vom Eingang aus, leider auch nicht erkennen, in welche der vielen langen Schlangen wir uns denn nun für das Online Check-in einreihen sollten. Ich bin dann losmarschiert und habe geschaut, wurde fündig und die Online Check-in Schlange war auch um einiges kürzer als die“Normale“.

Es standen ca. neun Stehtische mit Mitarbeitern bereit. Wir mussten nur unsere Wallets mit dem Online Check-in, sowie dem Personalausweis vorzeigen … ruckzuck Foto gemacht, den vorläufigen Schiffspass bekommen und wir waren drin. Es sind mittlerweile mobile Geräte an den Countern vorhanden, die es wirklich erleichtern.

Erster Eindruck des Schiffes: 😁Begeisterung! Ich glaube das trifft es am Ehesten. Und das, obwohl wir die MS1 auch kennen, die ja nun baugleich ist. Der erste drink in der Tui Bar ist für uns immer ein BBC und man fühlt sich sofort zu Hause und Herzlich Willkommen.

Kabine: Wir hatten dieses Mal eine Balkonkabine, und zwar die #7115… Sie wurde uns über Flex zugewiesen, welches wir zuvor von Wohlfühlpreis „downgegradet“ hatten. Die Lage war völlig in Ordnung, dicht am Fahrstuhl und nur zwei Stockwerke runter zum Diamanten! Allerdings hat diese Kabine eine Verbindungstür und unsere Kabinennachbarn waren nicht wirklich rücksichtsvoll. Türklinken werden halt auch überwertet und sich in Zimmerlautstärke nachts nach der Feierei unterhalten ebenfalls🙈.

Unsere Kabinenstewards waren nett, aber nicht so wie bis jetzt auf allen vorigen Kreuzfahrten erlebt, besonders herzig. Wir halten immer gerne Pläuschchen mit dem Housekeeping, aber dieses Mal fehlte da ein wenig die Bereitschaft von ihnen. Ist aber ok. Ein klein bißchen demotiviert erschienen sie mir auch. Nicht in punkto Sauberkeit - das war tiptop in Ordnung! Es waren mehr die Kleinigkeiten: Wir haben zwei Tage grüne Kaffeekapseln erhalten, bereit gelegt auf der Präsentierbox von Meinl. Nachdem wir unsere Kapseln, die es als Stammgäste gibt, erhalten hatten, bekamen wir keine extra Kapseln mehr auf die Box gelegt. Aber vielleicht ist es auch grundsätzlich so gedacht, dass man dann von seinen Extra Kapseln nehmen soll😶? Zucker wurde leider auch nicht nachgefüllt, erst nachdem ich dann nach mehreren Tagen nachgefragt habe und mir bereits aus dem Restaurant welchen stibitzt hatte, bekamen wir Neuen. Energetische Steine wurden gar nicht erst auf die Kabine gebracht. Ein Putzlappen wurde in der Kabine im Waschbecken liegen gelassen. Das war es aber auch, also Kleinigkeiten ( bis auf die Kabinennachbarn ).

Crew: Hiermit meine ich jetzt erst einmal die vielen „Weißhemdträger“… Alle, aber wirklich ALLE, haben ausnahmslos gegrüßt! Ich schreibe dies so deutlich, weil es schon des Öfteren Beanstandungen von Passagieren gab, die fanden, dass die Mein Schiff „Oberen“ nicht vernünftig grüßen können. Und wirklich ALLE sind sehr nett und IMMER bereit zu plaudern! Ganz besonders die Oberkellner in den Restaurants im Diamanten muss ich da gesondert nennen, denn so ein tolles Team habe ich noch nirgends erlebt! Raffael, Manager der Großen Freiheit, hat sein Team perfekt zusammen gestellt!💙

Personal: Auch hier…ob es jetzt die Toilettenfrau ist oder Bartender sind, oder die Kellner in den Bars und Restaurants, alle waren sehr nett und freundlich. Einzig im Anckelmannsplatz wirkten ein paar etwas mürrisch und unmotiviert, aber das waren Ausnahmen.

Ich gehe einfach mal von oben nach unten die Bars und Restaurants durch, dann habt ihr einen besseren Überblick.

Hohe Luft Bar: Meiner Meinung nach eine schöne Alternative zum Champagner Treff, den es auf der MS1 und MS2 nicht mehr gibt. Hier darf Backbord geraucht werden, Steuerbord ist Nichtraucherbereich. Und das erschließt sich mir nicht so wirklich. Denn in der unten drunter liegenden Außenalster Bar ist es genau anders herum! Warum? So zieht der Rauch von Steuerbord Außenalster zu den Nichtrauchern ein Deck höher in die Hohe Luft Bar. Es war aber wirklich nicht so wild, nur finde ich das irgendwie unsinnig!

Die Getränkeauswahl, insbesondere an der Prickelbrause, ist super. Der Blick über das Meer hervorragend. Tipp: nehmt euch einfach ein paar Tapas von der Außenalster mit nach oben und genießt einen tollen Mittagssnack.






Außenalster: Kritikpunkt ist definitiv der nicht mehr unverbaute Blick aufs Meer. Sitzt man Backbord geht es noch ganz gut ( aber wie gesagt, da ist Nichtraucher ), mittig ist dann schon nicht mehr so wirklich viel vom Meer zu sehen. Die Strandkörbe bieten einen schönen Meerblick, stehen aber seitlich. Sonst war alles wie gehabt. Lockere Atmosphäre, Hinz und Kunz sind da und genießen. Die Bedienung war ein wenig träge, aber noch ok.


Tapas, mit Blick an der Joggingstrecke vorbei

Paella (aufpreispflichtig)








Überschaubar: Raucherbereich auf Backbordseite, der bei schönen Wetter sehr gerne benutzt wird. Wir selbst haben sie nicht aufgesucht.

Unverzichtbar: Auch bekannt als DIE Bar am Pool! Wir haben nur einmal während der Poolparty dort etwas bestellt, was wahnsinnig lange gedauert hat. Es war zwar ganz schön voll, aber das Personal war ein wenig unorganisiert und flitzte leicht kopflos hinter der Theke herum.

Eisbar: Leckeres Eis wie immer von Bruno Gelato. Lecker lecker lecker!

Bosporus Grill: Ich bin schlichtweg begeistert! Ob es nun der klassische Döner oder aber der Falafel Döner ist oder die Pommes… alles schmeckt hervorragend, ist heiß und schmackhaft zubereitet! Wenn man mal keine Lust hat auf Service am Platz hat und auch nicht in den Anckelmannsplatz will, dann ist es hier genau richtig!

Anckelmannplatz: Wer kennt ihn nicht? Wir waren allerdings nur mittags zum Salat oder Panini essen dort. Ich mag am Liebsten den Bereich bei der Backstube, weil es dort meist ruhiger zugeht und man dicht an der Panini Station ist. Tip: Der Cesars Salad ist der beste Salat vom Schiff! Der Außenbereich ist auch sehr schön, aber auf dieser Reise haben wir ihn nicht genutzt.

Leider empfand ich das Personal dort als ein wenig lustlos, zumindest die Personen, die die Tische gereinigt haben.

Panini


Fischmarkt: Vorweg muss ich sagen, dass es geschmacklich sehr sehr gut war. Jens hatte die Königskrabbenbeine und ich Sushi. Die Wartezeit war allerdings ein absolutes NoGo! Ich bekam mein Sushi etwa eine halbe Stunde bevor die Königskrabbe serviert wurde. Nur gut, dass Sushi nicht kalt werden kann. Die Bedienung war bemüht, aber völlig überfordert! Es klappte so gut wie gar nichts an diesem Abend. Und wie wir hörten auch nicht an den anderen Abenden. Die Küche kam nicht mit den Bestellungen hinterher. Die inkludierte Scholle war irgendwann aus und man versäumte dies frühzeitig den Gästen mitzuteilen, d.h. diese Gäste warteten bereits seit Ewigkeiten auf den Fisch und dann wurde ihnen mitgeteilt, dass es ihn gar nicht mehr geben würde. Die Verärgerung war natürlich zu recht groß. Am Nebentisch nahm sich allerdings ein Gast dermaßen viel raus, dass ich irgendwann dazwischen funken musste. Er beschimpfte die Oberkellnerin, die versuchte ihn zu beschwichtigen, war laut und polterig und seine Gattin saß hutzelig und entrückt lächelnd ihm gegenüber und gab keinen Ton von sich. Als der MÄNNLICHE Oberkellner kam, war dieser unsägliche Mensch ruhig und lammfromm. Erneut erschien zum Ende die Oberkellnerin, man lud das Paar zu einem Grappa ein, den sie gar nicht wollten, er wurde lautstark abgelehnt, aber dann doch noch herunter gestürzt. Alle Versuche der Oberkellnerin, das Paar zu einem anderen Abend erneut in den Fischmarkt einzuladen, wurden lautstark abgeschmettert. Das ging auch noch so weiter als das Paar bereits aufgestanden war und man mittlerweile vor unserem Tisch im Gang stand. Es sei hier alles unmöglich, das habe man noch nie erlebt, und er selber sei in der Gastronomie tätig gewesen und wisse wie es läuft…blablabla…

Entschieden habe ich darauf hingewiesen, dass sich auch noch andere Gäste in dem Restaurant befinden, die doch bitte jetzt in Ruhe essen möchten, und dass doch nun auch mal gut sein müsse. Natürlich wies der Herr mich seinerseits darauf hin, dass mich das nun gar nichts angehen würde, welches ich leider verneinen musste, denn ich fühlte mich nach einer Stunde penetrantem Gemecker dann doch gestört und bestand auf meine Ruhe beim Abendessen. 

Er ging dann, nebst Gattin.

Also nicht falsch verstehen: Natürlich darf man sich bei so einer Wartezeit beschweren! Und es hat auch wirklich alles zu lange gedauert! Und das gesamte Personal war wirklich total überfordert! Aber so etwas passiert halt. Wir waren auf See. Man konnte nirgendwo hin, keiner musste mehr mit dem Zug! Einigen Mitreisenden würde etwas mehr Freundlichkeit gut zu Gesicht stehen.

Von der Einrichtung her würde ich es mir gerne noch etwas maritimer wünschen. Hier ein Fisch, dort ein Anker oder Rettungsring mehr fände ich toll.

Königskrabbenbeine

Wildkräutersalat mit Nordseekrabben


Neuer Wall: Auch soweit bekannt. Sortiment ändert sich ja leider nie großartig. Auffallend war, dass oft Artikel, wenn sie im Online Shop ausverkauft sind, auch nicht an Bord zu bekommen sind…

Ebbe & Flut Bier Bar: Absoluter Tipp ist der Frühschoppen (an manchen Seetagen) mit Live Musik! Geht um 11:00 Uhr los und man bekommt Kleinigkeiten zu essen, die  man sich von einem Buffet holen kann. Die Musik war gut und die Bar auch wirklich voll! Ein weiterer Tipp für Anfänger oder Gelegenheitsbiertrinker, so wie wir, bestellt euch einmal das belgische Liefman on the rocks. Das schmeckt mal richtig lecker!

Dran denken, diese Bar ist bis auf das Pils nicht inkludiert…

Die Einrichtung gefällt mir, alles eher grünlich/beige gehalten, die Bedienung war frech, lustig und dabei sehr freundlich!

Käsescones

Bayrischer Frühschoppen


Tag & Nacht Bistro: Gewohnt das dabei, was man kennt. Tatsächlich auf unserer Reise geriffelte Pommes und auch kleine Wiener Schnitzel. Das Frühstück ist natürlich mächtig abgespeckt in der Menge, aber beinhaltet alles was man für einen schnellen Start benötigt. Wurde bei uns an dem Tag auch nicht gut besucht, was zur Folge hatte, dass die Käseplatte deutlich zu lange in der Auslage lag und die Ränder der Käsescheiben hart wurden…

Optisch übrigens absolut gelungen ist die Einrichtung! Hell und freundlich, guter Stilmix!






Atlantik Mediterran:Wir waren beim schaukeligen Auslaufen von La Coruna in dem Restaurant. Dementsprechend leer war es auch an dem Abend. Der Service war erstklassig, sehr lange mussten wir auch nicht auf die verschiedenen Gänge warten. Hier mein absoluter Tipp: die Hummerravioli.

Das Mediterran ist meine Meinung nach nicht mehr so verspielt eingerichtet, wie es sonst der Fall ist. Es sieht klarer und strukturierter aus, aber mir fehlen die Teller in den Vitrinen.

Atlantik Klassik: Sind wir auf dieser Reise nicht gewesen.

GanzSchönGesund Bistro: Ich muss eine Lanze brechen für dieses Restaurantkonzept! Es ist zeitgemäß, passt sich dem Trend an und punktet mit sehr hellem freundlichem Interieur. Leider war dort wirklich wenig los. Zumindest am Abend waren oft nur ein paar Tische belegt. Wir sind mehrmals mittags dort gewesen und es ist die beste Art gesund und lecker zu Mittag zu speisen, auch dann, wenn abends noch ein größeres Mahl anliegt. Ich würde mir wirklich wünschen, dass es noch mehr angenommen wird, denn die Speisen sind tiptop. Mein Tipp: die Avocado Bowl und das vegetarische Thai Curry!

Das Personal ist dort extrem aufmerksam und freundlich!💙

Tomatensuppe


Rindfleischsandwich

Thai Curry


TuiBar: Der Mittelpunkt des Schiffes! Leider kann ich dieses Mal nicht viel darüber sagen, da wir abends dort gar nicht gesessen haben, einfach weil es sich dieses Mal nicht ergeben hat. Der BBC und der Kakao dort waren aber sehr gut!


BBC Cocktail

Heiße Schokolade


AbtanzBar: Nur einmal kurz reingelugt. Es war richtig voll und an dem Abend lief auch sehr gute Musik - das ist dann für mich House Musik, zu der man einfach am Besten tanzen kann. Also zumindest ich…

Lumas Bar: Kleine Perle, die tagsüber irgendwie nicht so recht zur Geltung kommt. Abends vor dem Theater ist es dort brechend voll, so dass wir vor jeder Show bei der netten Dame der Lumas Galerie ganz in der Ecke saßen und dort nette Pläuschchen gehalten haben. Der Aperol Sprizz ist dort übrigens sehr gut…

Ich persönlich finde es in der gesamten Bar sehr gemütlich und die Bedienung ist sehr lieb.💙









Theater: Es war das erste Mal, dass Jens und ich überhaupt die Shows geschaut haben, und das nach 10 Kreuzfahrten… Und die waren ALLE sensationell! Uns wurde aber auf dieser Reise auch extrem viel geboten: Mary Roos mit Wolfgang Trepper in „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ bei Seegang mit 6m Wellen - ein Erlebnis! Wolfgang Trepper dann allein - er war spontan eingesprungen, da an dem Abend immer noch 4m Wellen waren und Roncalli nicht auftreten konnte. Die Rock Show, richtig flippig mit super Tanzeinlagen. Roncalli Show, bei der ich wie immer wenn man bei Roncalli ist, gedacht habe, bitte lass es nicht zu Ende gehen! Die Zauberflöte Remixed…und hier sah man, was das Theater für eine dolle Technik zu bieten hat.

Überhaupt finde ich, braucht TuiCruises sich nie wieder anzuhören, dass die anderen Marktbegleiter, es im Bereich Show besser können! Das gesamte Ensemble kann wirklich singen, tanzen und schauspielern! Den Rest macht das sensationelle Bühnenbild und die tolle Technik und Akustik!

Mary Roos/Wolfgang Trepper

Rock Show

Rock Show

Roncalli

Roncalli

Zauberflöte

Zauberflöte


Schaubar: Dieser Bereich hat auf der MS2 noch einmal extrem gewonnen. Empfand ich es auf den anderen Schiffen immer als ein wenig fad und fast schon wie eine groß geratene Spelunke, bis auf der MS1, so ist dies jetzt ein Bereich, der absolut Spaß macht. Richtig tolle Sitzgelegenheiten und abends war immer der Bär los bei der Live Musik.

Leider sind wir immer nur so durch gelaufen, hatten nie Gelegenheit dort auch mal zu sitzen, aber das was mir mitbekommen haben, war sehr einladend.




Große Freiheit (im Allgemeinen):💙 Bestes Team ever! Die Große Freiheit besteht aus der Diamant Bar, der Manufaktur, dem Surf&Turf, dem Cucimare und dem Esszimmer. Bei allen kann ich sagen: sehr hohes Niveau mit hochwertigen Speisen und Getränken und einem Personal, wie es besser nicht sein kann. Raffael, der Manager der Großen Freiheit, hat ganze Arbeit geleistet und ein super organisiertes Team zusammen gestellt. Es gibt so viele Personen, die ich namentlich nennen müsste… hier nur ein paar Wenige: 

-Lilly, Oberkellnerin im Cucimare

-Larina, Steward im Surf&Turf

-Maximilian, Steward in der Diamant Bar

und richtig toll waren 

-Karina, Oberkellnerin im Esszimmer und 

-Samantha, Steward in der Diamant Bar

Wer also einmal auf genannte Personen trifft, kann sich glücklich schätzen.


Kunstwerk im Heck/im Diamanten (schöner als auf der Mein Schiff 1)


1a-Blogger-Sitz

Erstklassiger Cappucchino

Horsd'œuvre (ab 18:00 Uhr)


Cucimare: Das Restaurant hat sich irgendwie zu unserem Liebling im Laufe der Reise entwickelt. Sie servieren ein vorzügliches Carpaccio und die Pizzen sind ein Gedicht. Tipp: die Ascheteig Pizza essen, und zwar selbst zusammen gestellt. Im Gegensatz zu anderen empfanden wir es dort als sehr gemütlich - nicht jeder mag die offene Bauweise dieses Bereiches, wir fanden es gut so.


Nom Nom Nom


Carpaccio

Ascheteig Pizza


Surf&Turf: Wie gewohnt perfektes Essen mit ausgezeichnetem Service. Wir saßen beim Taufdinner drinnen am Fenster und ein weiteres Mal draußen und haben jeweils den Blick sehr genossen. Tipp: Die Weinbergschnecken sind richtig gut! Außerdem empfehle ich das Chianinarind mit Trüffel-Kartoffelpüree…













Esszimmer: Die Klassiker, neu interpretiert. Gelungenes Konzept, auch wenn wir dieses Mal unter besonderen Bedingungen zweimal dort speisen konnten. Einmal als der Vorstand von Tui an Bord war und als geschlossene Gesellschaft dort gegessen hat und dementsprechend ein Menü bekam und ein weiteres Mal beim Krimidinner. Das Wiener Schnitzel dort ist richtig lecker! Ebenso die Dreierlei Suppen als Vorspeise. Auch hier durch die Bank weg ganz toller Service, der richtig Spaß macht.








Manufaktur: Haben wir leider auf dieser Reise nicht genutzt, da wir keinen Workshop besucht haben.

Suitenbereich mit X-Lounge, X-Bar und X-Sonnendeck: Da wir dieses Mal keine Suite hatten, kann ich zum Service nichts sagen, sondern mich nur darauf berufen, was uns von anderen Reisenden mitgeteilt wurde. Und das klang leider gar nicht positiv. Kein guter Service, lange Wartezeiten. Wir kennen die X-Bereiche von der MS1 und empfanden es dort auch als sehr ungemütlich und was damals besonders auffiel: Es gab niemanden vom Personal, den man als Perle heraus picken konnte. Bis jetzt war es auf jeder Kreuzfahrt im Suitenbereich so gewesen, dass es dort immer mindestens einen gab, der ganz besonders tolles Arbeit geleistet hat. Das war auf der MS1 schon nicht so und soll auf der MS2 jetzt genauso wenig der Fall gewesen sein. Es fehlte einfach die Herzlichkeit!

Zu dem neuen Speisenkonzept mit den gleichbleibenden Speisen ( bis auf zwei Tagesgerichte ) kann ich leider nichts sagen…

Und somit kommen wir auch noch zur Ganz Großen Freiheit:

Wir haben sie für diese Reise das erste Mal gebucht und wir würden es immer wieder tun! Ich sage gleich vorweg, wir haben uns nicht unsere Ausgaben notiert, sondern einfach Freischnautze das bestellt, worauf wir gerade Lust hatten. Sehr oft auch einfach mal Sachen ausprobiert, die wir so gar nicht kannten. Da gab es beispielsweise so viele verschiedene Schweppes Sorten, von denen wir vorher noch nie gehört hatte. Und plötzlich war es auch kein Problem das teure Veen Wasser zu bestellen, denn wir brauchten es ja nicht extra zu bezahlen. Der POP Extra Dry Champagner war genauso inkludiert wie z.B. das Wagyu Rind. In der Außenalster konnten wir einfach am Mittag die Paella bestellen, die sonst extra kostet, oder auch den vorzüglichen Pata Negra, für den sonst ebenfalls ein Aufpreis fällig wird. Ganz großer Vorteil war für uns dass die Saftwerft somit inkludiert war und wir nach Lust und Laune die Juices, Shakes, Detox Säfte etc. bestellen konnten, was vor allem morgens nach dem Sport eine super Sache war. Auch war es spannend in der Ebbe&Flut Bier Bar einfach mal etwas Neues auszuprobieren… wie gesagt, wir sind sonst nicht so die Biertrinker. Die Wasserflaschen in der Kabine und zu den Ausflügen an den aufgestellten Ständen die Getränke sind somit auch inklusive.

Es ist ganz einfach das Rundum-Sorglos-Paket!!!

Wir hatten ja bei Buchung keine Suite mehr ergattert und waren ganz traurig, weil wir die Suitenbereiche immer als besonders ruhig und angenehm mit tollem Service empfinden. Also haben wir Wohlfühlpreis Balkon gebucht und sind dann auf Balkon-Flex umgeschwenkt und was wir da gespart  haben, haben wir einfach in die GGF investiert! Und der Diamant hat den Suitenbereich um Längen geschlagen, zumindest tut er das auf der MS1 und MS2 und besonders auf dieser Reise, weil das Team im Diamanten einfach sensationell ist. Noch nie haben wir so viel Ruhe genossen wie dort.

Wir werden die GGF definitiv wieder buchen, machen es aber vom Fahrgebiet und vom Schiff abhängig. Geht es in warme Gefilde, ist das X-Sonnendeck oder auch die X-Bar sicher Gold wert, so dass da die GGF nicht ganz so zum Tragen kommt. Auch würden wir die GGF wohl nicht unbedingt auf der MSH buchen, da die Restaurantvielfalt dort einfach nicht so gegeben ist und es den Diamanten nicht gibt.

Auf jeden Fall buchen wir sie noch einmal zu unserer Island Tour in 2020, da wir da mit der MS3 unterwegs sind und eine Veranda Kabine haben. Die Reisen davor werden wir bei den Suiten bleiben und spontan schauen, ob eventuell die GGF noch dazu gebucht wird.




Passagiere: Ja…umfangreiches Thema. Grundsätzlich möchte ich sagen, es ist alles dabei. Von bis, alle Schichten, alle Bucher, Nette und weniger Nette. Auffällig war, dass doch einige , sagen wir mal vorsichtig ungepflegte Menschen, an Bord waren. Ich meine damit nackische, völlig ekelige Füße in Latschen z.B. und dabei war es völlig unerheblich, welcher Kabinentyp gebucht war. Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum man sich nicht wenigstens vernünftiges Schuhwerk über die Füße ziehen kann…

Wir hatten in den Restaurants mindestens zweimal die Freude echte „Prinzip-Nörgler“ anzutreffen, die sich lautstark darüber ausließen, wie furchtbar doch das Essen sei, oder der Service, oder das Schiff an sich. Mein Gefühl sagt mir bei diesen Individuen, dass da grundsätzlich etwas quer läuft und diese sich zu Hause nicht so gebärden würden. Ist aber nur eine Vermutung.

Kinder hatten wir wenig an Bord. Man hat sie auch nicht wirklich wahr genommen, wenn doch, haben wir uns gewundert, dass scheinbar in jedem Monat irgendwo Ferien sein müssen, denn es waren auch Teenies dabei - gestört hat aber niemand!

An der Diamant Bar vermochte eine Frau nicht zu verstehen, warum sie für einen Champagner mindestens 7,50€ ausgeben soll, wenn sie doch den hauseigenen Sekt für umsonst bekommt und überhaupt waren doch einige Reisende dabei, die den Diamanten mieden, da dort der exklusive Bereich war. Daher war es dort immer sehr ruhig und wenig voll.

Destinationen: Eine ganz wundervolle Route! Ich weiß gar nicht, ob diese so in dieser Konstellation jemals nochmal angefahren wird - ich glaube aber nicht.

Bremerhaven : www.bremerhaven.de

Wir sind bei 2° mit Glühwein ausgelaufen, anstelle wie sonst mit Champagner und haben den Abend ganz gemütlich im Diamanten ausklingen lassen.











Seetage: Der Urlaub konnte gleich mit zwei Seetagen starten, die wir eigentlich so wie immer verbracht haben. Nämlich mit Sport, essen, trinken, faul sein, auf’s Meer gucken und Leute anstarren.


Hard gearbeitet wurde aber auch

Kuchenbuffet (Esszimmer)

Smoothies (Saftwerft)

Hui (bissl Wind)


La Coruna: Bezauberndes Küstenstädtchen mit einer tollen Promenade. Neben dem bekannten Herkules Turm gibt es dort auch Stonehenge in Miniformat, Teil des Menhires pola Paz. Die Felsenküste ist unglaublich schön und bietet einen tollen Ausblick auf spektakuläre Sonnenuntergänge. Wir haben die kleine Halbinsel um den Herkulesturm walkend erkundet und hatten somit auch gleich unser Sportprogramm erledigt. Übrigens kann man dies alles auf eigene Faust erkunden und benötigt, wenn man gut zu Fuß ist, keine Transportmöglichkeit.



















Porto: www.wikitravel.org>Porto

Am Douro gelegen, der Fluss der von spektakulären Brücken gesäumt wird. Der Stadtteil Ribeira bietet tolle bunte Häuser und einer kleinen Promenade am Fluss. Beeindruckend auch die Brücke D. Luis und das gegenüber liegende Ufer, wo sich die Seilbahn Teleferico de Gaia befindet. Diese empfand ich übrigens für 6€ pro Fahrt als sehr teuer. Tolle Fotomotive hat man aber definitiv während der Fahrt. Sehr schön ist übrigens der Bahnhof in Porto, der Sao Bento.

Porto ist mit dem Tui Shuttle Bus für 9€ pro pax vom Hafen aus zu erreichen - der Transfer dauert in etwa 30 Minuten. Man kann sich aber sicher auch die kleine Hafenstadt Leixoes ansehen, sollte man eventuell Porto schon kennen.











Lissabon (3 Tage): www.visitlisboa.com

Am Ankunftstag machten wir wieder unser Sightseeing Walking. Vom Schiff aus ging es, so weit es möglich war, am Tejo entlang bis zum Seefahrer Denkmal. Wunderbares Fotomotiv und wir hatten auch Glück mit dem Wetter, die Sonne kam raus. Von dort ging es wieder zurück zum Schiff und zum Schluss standen 16km auf der Laufuhr. 
























Der zweite Tag stand natürlich im Zeichen der bevorstehenden Taufe des Schiffes am Abend, aber am Vormittag ließen wir es uns nicht nehmen eine weitere Sightseeingtour zu unternehmen. Dieses Mal allerdings mit dem Tuk Tuk! Die wunderbare Carolina fuhr uns zwei Stunden lang durch Lissabons kleine Gassen, wo eben kein Bus lang fahren kann, erklärte uns ganz viel von den Bauwerken und zur Kultur der Portugiesen. Wir machten an tollen Aussichtspunkten halt und konnten spektakuläre Fotos machen. Wir konnten uns mit einem Mix aus englisch und deutsch ( drei Jahre war Carolina in München ) bestens verständigen und zum Schluss führte sie uns auch noch persönlich durch das Künstlerviertel Sao Miguel, bevor sie uns dann am Schiff absetzte. Wer auch mal mit Local Tuk Tuk fahren möchte, hier der link localtuktuk.com







































Der Tag war voll gestopft mit tollen Ereignissen. Um 18:00 Uhr hatte ich einen Friseurtermin auf dem Schiff - das erste Mal für mich. Und es war klasse! Vielleicht etwas teurer als an Land, aber ein kompetentes und überaus freundliches Team.





So aufgehübscht ging es ins Surf&Turf zum Taufdinner mit erstklassigem Service und leckerem Essen. Danach war es dann soweit: die Taufe konnte beginnen! Kurz vorweg: Es war schön und bunt… aber nicht so schön und bunt und atemberaubend wie das Jahr zuvor in Hamburg. Die Taufshow war relativ kurz und wurde ohne Moderator durchgeführt. Die Darbietungen auf der Showbühne haben mich persönlich jetzt nicht wirklich in den Bann gezogen. Carolin Niemczyk als  Taufpatin war allerdings wunderschön und sehr charmant.

Die Mein Schiff 2 hatte sich zur Zeremonie in Bewegung gesetzt und drehte auf dem Tejo eine Pirouette nach der anderen. Das Feuerwerk begann. Und enttäuschte doch sehr… Ja, es war eine tolle Kulisse mit der Brücke des 25. April im Hintergrund, aber das Feuerwerk selber war so weit weg. In Hamburg hatte man 2018 das Gefühl man wäre mittendrin! Rechts, links, oben, unten… man hatte das Gefühl, man sei mitten drin im Geschehen, als stünde man zwischen den ganzen Feuerwerkskörpern und es fühlte sich auch so an, als würde das Feuerwerk gar nicht mehr aufhören. In Lissabon nahm man es irgendwie als Randfigur wahr. Der Funke, die Emotion wollte nicht so ganz überspringen. Leider!😔





Das anschließende kleine Konzert von GLASPERLENSPIEL www.glasperlenspiel.com war allerdings richtig gut. Die beiden sind sehr cool und können live auch fantastisch singen und performen.

Die folgende Poolparty war auch wieder nicht besonders, denn Tui Cruises schafft es einfach nicht vernünftige Partymusik zu spielen. Es wird grundsätzlich zu oft das Musikgenre gewechselt, so dass man sich nicht wirklich auf der Tanzfläche austoben kann. Wird mal eine Musikrichtung länger gespielt, ist es grundsätzlich Schlager und das brauchen wir nun wirklich nicht.

Am dritten Tag in Lissabon haben wir den ganzen Tag gefaulenzt und es uns gutgehen lassen. Viele andere sind noch einmal zur Altstadt gelaufen oder mit dem Hopp on/Hop off Bus nach Belem gefahren, um dort die leckeren Pasteis de nata zu essen, die dort ja ganz bekannt sind. Wir haben es bis jetzt immer noch nicht geschafft dort etwas zu kaufen😕… 

Das Auslaufen am Abend wurde wieder einmal im Diamanten genossen und Lissabon war auch wirklich traurig, denn es regnete zum Abschied.

Seetag: Es passierte das, was wir immer an Seetagen so machen… Und ich habe mir einen kleinen Sonnenbrand geholt.

Cádiz: Wieder einmal stand Sightseeing Walking auf dem Programm. Cadiz war uns schon durch einem vorigen Stop mit der MS3 bekannt und wir sind sehr verliebt in dieses kleine Städtchen. Die Promenade eignet sich wunderbar zum Laufen. Mein Tipp: unbedingt bis zum Playa de La Caleta laufen, wenn ihr gut zu Fuß seid. Im Sommer sicher brechend voll, in der Wintersaison eine Perle mit einigen wenigen Einheimischen und einem tollen Blick aufs Meer. Von dort quer in die Altstadt und durch die niedlichen Gässchen pilgern und die Sauberkeit dieses Ortes bewundern. Die Einwohner geben sich sehr viel Mühe, dass dies auch so bleibt.

Alles ist gut zu Fuß zu erreichen.













An diesem Abend haben wir übrigens am Krimidinner im Esszimmer teilgenommen. Karina, die Oberkellnerin wusste schon sehr genau, wen sie wohin zusammen setzt, den prompt musste unser Tisch auch schon mitspielen! Das war ein Spaß!! Und das Essen ganz vorzüglich!!!







Seetag: Es folgte ein weiterer Genießertag auf hoher See…

Arrecife: Waren wir noch bei ca. 2° in Bremerhaven gestartet, erwarteten uns hier knappe 23°.

Für diesen Tag hatten wir uns etwas besonders überlegt - wir nahmen an einer Buggy Tour teil. 3 h Stunden ging es für uns über Stock und Stein. Und wir waren überrascht, wie gut die Fahrzeuge gefedert waren. Ok, es waren nicht alle in einem einwandfreien Zustand.. hier und da funktionierte der Anschnallgurt nicht oder der Keilriemen quietschte mal, aber das wurde pragmatisch mit Wasser drüber laufen lassen „repariert“. Da wir den 14.02. Februar hatten, war dies mal ein besonderer Valentinstag für uns. Und auf der Kabine wartete auch noch eine kleine Überraschung auf uns.









Gran Canaria: Der Abreisetag, der noch extrem lang werden sollte…

Unser Transfer zum Flughafen ging erst um 17:00 Uhr und solange hieß es, die Zeit tot zuschlagen. Das war schon ganz schön lang, auch wenn das Schiff noch so toll ist, aber irgendwie möchte man am Abreisetag doch nur noch nach Hause. Unser Flug ging um 19:50 Uhr und wir waren froh in die VIP Lounge zu können (dank Amex www.americanexpress.com  ), um dort in Ruhe noch zu sitzen, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Durch die Zeitverschiebung sind wir gegen 1:40 Uhr gelandet und waren endlich um 3:15 Uhr zu Hause. 

Abschließend muss ich sagen, dass es eine sehr schöne Reise und Route war, die so schnell ganz sicher nicht mehr zu toppen ist. Die Mein Schiff 2 hat sich neben der MS4 jetzt zu unserem Lieblingsschiff etabliert.

Was ihr noch wissen solltet:

In der Biscaya war es  wider Erwarten ruhig, aber von La Coruna nach Porto bekamen wir es mit den Ausläufern eines heftigen Atlantiktiefs zu tun, welches uns 6m Wellen bescherte. Das kam nicht bei allen Passagieren gut an, wir selbst waren überrascht, dass wir es richtig gut weg gesteckt haben und auch ziemlich gut geschlafen haben, obwohl wir im Bett schon hin und her kullerten. Wir scheinen einigermaßen seefest zu sein.


Und wie sagte unser Kapitän Kjell Holm so schön: Die Mein Schiff 2 ist eine Lady. Und eine Lady möchte tanzen. Also tanzen wir einfach mit!

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