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Naturresort Schindelbruch - Ein Wochenende im Südharz

Aktualisiert: Juni 29



Nachdem nun in diesem Jahr (2020) durch die Corona Pandemie seit Februar die Kreuzfahrtschiffe still stehen, musste langsam ein Plan B her - zumindest was das Reisen betrifft. Zwei Kreuzfahrten sind bei uns bis dato abgesagt worden (Stand Juni 2020), ob die dritte noch verbleibende Kreuzfahrt im Dezember stattfinden wird steht noch in den Sternen.

Da wir innerhalb Deutschlands aber unter Auflagen wieder reisen dürfen, fiel unsere Wahl zunächst auf ein Wochenende im Südharz. Und zwar haben wir für uns für das klimaneutrale Hotel Naturresort Schindelbruch entschieden. Das war in diesem Falle sehr praktisch, da wir Privates mit Geschäftlichem verbinden konnten - Ich hatte Zeit, mich für meine Social Media Kanäle zu informieren und mein Mann konnte sich ein Bild über die Konferenz- bzw. Seminarkapazitäten des Hotels machen.

Die Anreise erfolgte per PKW. Wir wohnen im Bremer Raum und haben ca. vier Stunden mit dem Auto in den Südharz benötigt, da wir die Autobahnen strikt gemieden haben.

Die Zufahrt zum Schindelbruch ist schon sehr beeindruckend und ließ erahnen, was dieses Wochenende auf uns zukommen würde.


Wir kamen zur Mittagszeit an und wurden erst einmal am Eingang „abgefangen“ - die obligatorischen Coronaauflagen besagten Händedesinfektion und Fiebermessung. Alles freundlich und unaufgeregt, man hatte überhaupt nicht das Gefühl unter Druck gesetzt zu werden. Wir hatte im Vorfeld den Gesundheitsfragebogen ausgefüllt und gaben ihn nun beim Check in ab.

Übrigens wurde aufgrund der sehr geringen Gästeauslastung auf das strikte Tragen eines Mund-/Nasenschutzes fast gänzlich verzichtet. Dies galt für die Gäste! Das Personal hatte zu jeder Zeit eine Maske auf!


Da unser Zimmer noch nicht bezugsfertig war, entschieden wir uns zunächst für eine kleine Stärkung im Hotelgarten. Das Jagdhaus Holzeule bietet gemütliches Ambiente innen und außen und überzeugte uns mit leckeren Kuchen und Cappuccino. So konnten wir erst einmal ganz entspannt „ankommen“, schossen schon die ersten Bilder und konnten auch bereits den ersten Blick in die Seminarmappe werfen, die uns freundlicherweise schon zur Verfügung gestellt wurde.


Kurz darauf war das Zimmer fertig und wir waren extrem gespannt, wie es aussehen würde, denn gerade ich kenne sonst ja nur Kabinen auf Schiffen.

Sorge brauchte ich definitiv nicht zu haben!


Wir hatten ein Vitalzimmer Superior bekommen, d.h. wir hatten neben der wirklich guten Größe des Zimmer an sich, auch ein großzügiges Bad mit begehbarer Dusche und einen Balkon und zudem waren wir in der zweiten Etage in einem Eckzimmer mit fantastischem Ausblick.


Zur Begrüßung stand ein sehr frischer Obstteller, Schindelbruch-Pralinen und eine Flasche Prosecco für uns bereit, was wir als sehr schöne Geste empfanden…


Im Rahmen unseres Arrangements KUSCHELZEIT ZU ZWEIT gab es neben dem reichhaltigen Frühstück auch 1x Abendessen im Jagdhaus Holzeule als 5-Gang-Menü plus korrespondierender Weine und ein 4-Gang-Menü im Wintergarten des Restaurants Waldteufel.


Den großzügigen Fitnessbereich hätten wir ebenfalls nutzen können, aber da fehlte uns dieses Mal einfach die Zeit.

In der Zeit unseres Aufenthaltes wurden auch Kurse angeboten, die aber aufgrund der geringen Gästeanzahl nur spärlich besucht waren.


Den Wellness und Spa Bereich konnten wir aufgrund von Coronabeschränkungen und nun umfangreich stattfindenden Umbaumaßnahmen nicht nutzen - Zeit hätten wir aber wahrscheinlich sowieso nicht gehabt.

Hier möchte ich kurz anmerken, das man weder hier, noch bei den großen Erweiterungsumbauten der Hotelanlage, die ebenfalls aktuell stattfinden, zu irgendeiner Zeit gestört wurde. Wir haben rein gar nichts davon mitbekommen!

Nach unserem äußerst leckeren 5-Gang-Menü sind wir am ersten Abend sehr müde ins Bett gefallen und haben uns auf erholsamen Schlaf gefreut.=> Restaurants


In meinem Fall war die Erholung während der Nacht nicht ganz so erfolgreich.

Zum Teil liegt es sicherlich auch an mir selbst, denn ich bin sehr hellhörig und brauche wenig bis gar keine Geräuschkulisse.

Neben/unter uns hatten vier Frauen ihre Zimmer und offensichtlich genossen die Damen ihr Mädelswochenende sehr. Sie haben nicht wild gefeiert, ich möchte fast sagen, dass sie sich abends einfach angeregt unterhalten und gelacht haben, aber das Hotel ist hellhörig und daher möchte ich jedem empfehlen, der da auch so empfindlich ist wie ich, nehmt euch Ohropax mit!


Das erste Frühstück war ganz wunderbar und wir haben uns à la carte ausgiebig für die bevorstehende Wanderung gestärkt. Die Eierspeisen werden frisch zubereitet und schmecken hervorragend: das Omlette war erstklassig. Leider gibt es keine Egg Benedict (Kreuzfahrerfrühstück)…, aber das ist natürlich das berühmte Jammern auf hohem Niveau.

Sehr zu empfehlen ist der hauseigene Honig - das Hotel Schindelbruch hat eigene Bienenvölker und stellt hauseigenen Honig her.

Und sehr lecker ist auch der leicht scharfe Harzer Käse à la Schindelbruch, der übrigens wunderbar zusammen mit dem Omlette schmeckt.


Nach dem Frühstück ging es für uns los auf die 14km lange Wanderung zur Josephshöhe auf der der Aussichtsturm Josephkreuz steht.

Das war ein großer Spaß und bescherte uns einige ereignisreiche Stunden und tolle Fotos. Die Landschaft des Südharzes ist so unwahrscheinlich grün und wechselt zwischen weiten und hügeligen Ebenen - ein Paradies für Wanderer.

Zum Abschluss erklommen wir noch das Josephkreuz, was uns noch einmal einen tollen Ausblick bot.


Zurück im Hotel, einer flotten Dusche zum Erfrischen, gab es noch einmal Kaffee und Kuchen für uns. Bis zum Abendessen ließen wir dann einfach die Seele auf unserem Zimmer baumeln.

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen Aperitif in der Bar Federgeist, wo wir tatsächlich die einzigen Gäste waren und die himmlische Ruhe genossen.


Und dann war es auch schon Zeit für unser 4-Gang-Menü und dies ließ wieder keine Wünsche offen.


Auch die zweite Nacht war leider nicht besonders erholsam aus den schon angegebenen Gründen…

Dafür entschädigte ein zweites wieder sehr reichhaltiges Frühstück und wir konnten uns in Ruhe auf die Rückfahrt (mit Umwegen) machen.


Zum Hotelaufenthalt möchte ich noch sagen, dass das Naturresort Schindelbruch eigentlich der perfekte Ort für Ruhesuchende ist, denn dort kann man definitiv entschleunigen. Man kann nicht fußläufig mal irgendwo hin laufen - das Hotel steht einsam und allein in der tollen Landschaft. Der W-Lan Empfang ist nicht immer perfekt, reicht aber aus - muss auch, denn LTE funktioniert dort nicht. Das sollte man auch während einer Wanderung bedenken und in der Lage sein, echte Papierkarten zu lesen.

Wir hatten tolle zwei Tage dort. Das Personal ist sehr lieb und zuvorkommend. Extrawünsche wurden gerne erfüllt und auch meine kleine Beanstandung an der Reinigung des Zimmers (das Fußhandtuch wurde obwohl es auf dem Boden lag nicht ausgetauscht und der Obstteller und die benutzten Sektgläser vom Vortag wurde nicht entfernt, was die Fruchtfliegen sehr spannend fanden) kompetent und professionell entgegen genommen.

Somit machten wir uns auf den Weg. Es ging für uns zu einem Abstecher nach Stolberg


…und zum Abschluss noch nach Quedlingburg.

Nachdem wir uns dort noch einmal mit Baumkuchen und Cappuccino gestärkt haben und dies süße Fachwerkstädtchen ein wenig erkundet hatten, ging es aber endgültig zurück in die Heimat.


Mein Letztes Foto auf der Rückreise möchte ich euch auch nicht vorenthalten


Südharz, I´m in love


Wer jetzt vielleicht ein wenig angefixt ist, sollte unbedingt einmal bei mir auf Instagram vorbei schauen. Da gibt es noch viele weitere Fotos und Berichte.